Da ich mich mit Autoimmunerkrankungen sehr gut auskenne, die besonders durch Entzündungen zum Ausbruch kommen, habe ich lange Zeit nach einem Rezept gesucht, dass bereits nach dem Aufstehen bestens auf den Tag vorbereitet. Die Ursprungsidee dazu stammt von Myra Snöflinga, einer netten Dame auf Instagram, die ich hier nicht unerwähnt lassen möchte. Ich habe die Grundrezeptur genutzt und sie um ein paar Elemente ergänzt.

Viel Spaß beim Ausprobieren und bitte ein wenig Geduld 🙂

Der besondere Guten-Morgen-Smoothie
100ml Hafermilch
100ml grüner Smoothie natur/ grüner Salat/ Obst
1 EL Leinsamen
1 TL Ingwerpulver
2 TL Kurkumapulver
2 TL Hagebuttenpulver
1/2 TL Gerstengraspulver
1 TL Ashwagandha
1 TL Gotu Kola
1/2 TL Rapsöl

Alles zusammen in den Mixer und dann auf nüchternen Magen trinken. Der Geschmack ist am Anfang etwas fremd, aber man kann bei Bedarf auch noch etwas Honig hinzugeben – der enthält nämlich auch entzündungshemmende Stoffe und zudem noch Antioidantien…

Warum das alles?

Hafermilch
Hafermilch wird aus Haferflocken hergestellt. Daher ist sie eine gute Alternative für alle, die unter einer Laktoseunverträglichkeit leiden. Sie hat weniger Fett als normale Milch und ist zugleich reich an Mineralstoffen und den Vitaminen B1, B2, B3, B6 und E. Außerdem enthält Hafermilch viele Ballaststoffe, die zum einen satt machen und zum anderen den Stoffwechsel ankurbeln. Ihr wird zudem nachgesagt, dass sie sowohl den Cholesterin- als auch den Blutzuckerspiegel senkt, durch das Eiweiß den Muskelaufbau fördert und den Darm durch Präbiotika stärkt. Das wiederum wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus, da die Stoffe entzündungshemmend sind und somit auch positive Effekte bei Hautproblemen und Rheuma zu verzeichnen sein sollen.
Achtung: Produkte ohne Zuckerzusatz sollten bevorzugt werden!

Grüner Smoothie/ grüner Salat/ Obst
Der grüne Smoothie gibt zum einen viel Geschmack, zum anderen enthält er wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Ich bevorzuge Smoothies ohne Zuckerzusatz, aber ihr könnt natürlich auch gern frisches Obst und Gemüse verwenden. Ich nutze nur aus Zeitgründen die fertige Variante aus dem Supermarkt.

Leinsamen
Leinsamen haben viele verdauungsfördernde Ballaststoffe, quellen im Darm auf und halten lange satt. Sie sollen Giftstoffe binden, enthalten essentielle Omega-3-Fettsäuren und liefern Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Mineralstoffe. Durch diese Eigenschaften schützen sie unser Herz-Kreislauf-System, hemmen Entzündungen und wirken sich positiv auf unseren Hormonhaushalt und damit auch auf unser Hautbild aus.

Ingwer
Ich verwende die kleine Superknolle hauptsächlich, damit sich die Wirkung von Kurkuma richtig entfalten kann. Ingwer ist ein scharfes Gewürz, das ätherische Öle und Gingerol enthält. Dadurch wirkt es kreislaufanregend und verdauungsfördernd. Zusätzlich enthält die kleine Knolle viele Vitamine und Mineralstoffe, die die Vermehrung von Viren hemmen sollen.

Kurkuma
Kurkuma ist seit einigen Jahren mein persönliches Lieblingsgewürz. Es wirkt entzündungshemmend, ist gut für die Haut, beugt angeblich Alzheimer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und fördert die Verdauung. Außerdem wird der gelben Wunderknolle ein hemmender Effekt bei Krebs, Arthritis, Depressionen sowie PMS nachgesagt.

Hagebutte
In Hagebutten steckt wesentlich mehr Vitamin C als in Zitronen, was der Immunabwehr zu Gute kommt. Ihre Inhaltsstoffe helfen, freie Radikale im Körper zu binden. Sie wirken antioxidativ und zellschützend und sind zudem reich an wertvollen ungesättigten Fettsäuren. Zusätzlich regen sie die Verdauung an, helfen bei Arthrose und beugen Kalkablagerungen in den Gefäßen vor.

Gerstengras
Auch Gerstengras ist ein wahres Powermittel. Es enthält viele Vitamine (besonders Vitamin C), zudem viel Kalzium, Zink, Eisen, Chlorophyll und Antioxidantien. Dadurch regt es die Selbstheilungskräfte an, wirkt entzündungshemmend, ist gut für das Herz-Kreislaufsystem und soll vor hohen Cholesterinwerten, Diabetes und Krebs schützen. Außerdem wird ihm nachgesagt, dass es Stress abbaut, Depressionen abschwächt und sich günstig bei Schlafstörungen und Allergien erweist. Ein weiterer Vorteil ist, dass es basisch wirkt und somit vor einer Übersäuerung des Körpers schützt, die oftmals die Grundlage für Krankheiten bildet. Auch bei Haarausfall und Hautproblemen soll es gut helfen.
Achtung: Gerstengras enthält viele Ballaststoffe, die zu Beginn der Einnahme zu Blähungen führen können. Fangt daher erstmal mit einem halben Teelöffel an und steigert euch dann langsam auf einen.

Ashwagandha
Ashwagandha wird auch als „Indischer Ginseng“ bezeichnet. Die Schlafbeere trägt ihren Namen zurecht, denn sie hat eine beruhigende Wirkung, ohne müde zu machen, und wirkt sich positiv auf die Leistung unseres Gehirns aus. Es wird bei Angstzuständen, Stress und Schlaflosigkeit eingesetzt. Auch verbesserte die Schlafbeere Schilddrüsenunterfunktionen, Shizophrenie, Demenz, Diabetes und hilft durch seine antientzündlichen und antioxidativen Eigenschaften bei Gelenkschmerzen. Gleichzeitig steigert es die Leistungsfähigkeit, fördert die Blutbildung sowie die Fruchtbarkeit bei Männern und soll die Blutfett- und Zuckerwerte senken. Des Weiteren soll es einen Anti-Aging-Effekt haben und krebshemmend wirken. Ein wahres Wundermittel also, selbst wenn vielleicht nur ein Bruchteil der Wirkungen zutreffen sollte. Mir hat es jedenfalls zu einem wesentlich besseren Schlaf verholfen und mich allgemein gelassener gemacht.

Gotu Kola
Der Indische Wassernabel enthält viele Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralstoffe. Es wird bei depressiven Verstimmungen und Angstzuständen eingesetzt und soll zu einer besseren Wundheilung beitragen. Er wirkt antibakteriell, antimykotisch, entzündungshemmend und fördert die Bildung von neuem Bindegewebe, wodurch die Regeneration der Haut beschleunigt wird. Auch auf die Gedächtnisleistung wirkt sich Gotu Kola positiv aus.

Rapsöl
Rapsöl enthält viele ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, die sich gut auf das Herz-Kreislauf-System auswirken, und viel Vitamin E sowie Karotinoide. Damit schützt es vor freien Radikalen und verbessert die Blutfettwerte. Bei langfristigem Konsum soll es sogar chronische Entzündungen verbessern und möglicherweise Krebs vorbeugen.